Oedi's IT-Lexikon

ADSL: Asymmetric Digital Subscriber Line, steht für eine hoch entwickelte Technologie zum Transport von großen Datenmengen über Kupferleitungen (Telefonleitungen). Sie ermöglicht hohe Geschwindigkeiten bis zu acht Megabit pro Sekunde zum Kunden und einem Megabit pro Sekunde vom Kunden zurück ins Netz. ADSL ist rund 60 mal schneller als ISDN. Die Telekom bietet in Deutschland diese Leitung zum Internet unter dem Namen T-DSL auch Privatkunden an.

Analytische Anwendungen: Vorgefertigte, fachspezifische, weniger branchenspezifische Standardsoftware, die meist im Projektgeschäft bei der Implementierung von BI-Produkten entstanden ist. Üblicherweise bauen solche Produkte auf einem Data Mart/Data Warehouse auf und warten mit einem vordefiniertem Datenmodell, Geschäftskennzahlen, Sammlungen von Schlüssel-Leistungsindikatoren (Key Perfomance Indicators) sowie vorgefertigten Berichten und Analysen in Form von Templates (Schablonen) auf. Analytische Applikationen sind in der Lage, mit Prozessabfolgen zu arbeiten.
Im Gegensatz zu einem rein datenorientierten Vorgehen, das für
Data-Warehouse- und Data-Mart-Systeme charakteristisch ist, arbeiten analytische Applikationen mit geschäftsbezogenen Analysemodellen und Benutzerschnittstellen. Typische Anwendungsgebiete sind Planung, Budgetierung, Simulation von Geschäftsszenarien, Performance-Management oder beispielsweise Clickstream-Analysen im E-Commerce und analytische CRM-Produkte.

ASP (Application Service Provider): Zu deutsch etwa Anwendungs-Dienstleister. ASPs sind Firmen, die anderen Unternehmen einen kompletten Service, zum Teil inklusive Software-Nutzung über das Internet oder ein privates Datennetz bieten. Dabei wird die nötige Software nicht gekauft, sondern im Bedarfsfall über das Datennetz für die Nutzung «angemietet». Mit Hilfe von ASP-Dienstleistungen können Unternehmen ganze Verwaltungsbereiche auslagern.

Betriebssystem: Als Betriebssystem bezeichnet man eine Sammlung von Programmen, die die organisatorischen Abläufe und die Kommunikation mit den angeschlossenen Geräten wie Tastatur, Maus und Monitor eines Computers steuern und verwalten.

Bit: Die kleinste Dateneinheit. Ein Bit hat entweder den Wert null oder eins. Acht Bit bilden ein Byte. 1 024 Byte entsprechen einem Kilobyte, 1 024 Kilobyte sind ein Megabyte.

Bluetooth: Damit wird ein neuer Standard für drahtlose Datenübertragung über eine Entfernung bis derzeit zehn Metern bezeichnet. Im Gegensatz zur Infrarot-Übertragung wie in Fernbedienungen für Fernseher ist bei der neuen Technik keine unmittelbare Nähe zwischen den Geräten nötig. Laptops, Drucker, Handys und Organizer sollen sich mit Bluetooth drahtlos sogar durch Mauern und Wände hindurch verständigen können. Hinter dem Projekt stehen unter anderem Ericsson, IBM, Intel, Nokia und Toshiba.

Business lntelligence: Der Begriff "Business lntelligence" (BI) wurde 1993 von Marktforschern bei Gartner kreiert. Allgemein formuliert bezeichnet er IT-gestützte Techniken zur Entscheidungsfindung, die auf Auswertungen von in Unternehmen befindlichen Informationen basiert. Die benötigte Anwendungsinfrastruktur lässt sich mit Hilfe spezialisierter BI-Werkzeuge aufbauen, die das Daten-Management übernehmen, die Analyse von Beziehungen zwischen den Daten ermöglichen sowie die Ergebnisse dem Benutzer beispielsweise in Form von Berichten bereitstellen.

CPU (Central Processing Unit): Zentraler Baustein eines Personal Computers, der alle wichtigen Berechnungen erledigt. In einem modernen PC arbeitet beispielsweise ein Pentium-Chip von Intel oder ein Athlon-Prozessor von AMD als Zentralprozessor.

Cyberspace: Künstliche Computerwelt. Wortschöpfung des amerikanischen Science-Fiction-Autors William Gibson in seinem Roman «Neuromancer» (1984).

Data Marts (vorgefertigte): IDC bezeichnet solche Produkte als vorkonfigurierte Softwarepakete, die alle nötigen Funktionen für die Datentransformation, Verwaltung und Datenzugriff enthalten sowie mit einem Datenmodell aufwarten. Das Herzstück ist ein Metadaten-Repository. Solche Angebote sollen den Aufbau einer BI-Plattform erleichtem und beschleunigen, bieten aber anders als analytische Anwendungen keine auf spezielle Anwendungsgebiete zugeschnittene Lösung. Allerdings sind die Unterschiede zwischen diesen Produktkategorien und analytische Anwendungen nicht immer eindeutig.

Data Mining: Prozess des Entdeckens bedeutsamer neuer Zusammenhänge, Muster und Trends durch die Analyse großer Datensätze mittels Mustererkennung sowie statistischer und mathematischer Verfahren.

Data Warehouse: Eine von den operativen Systemen isolierte Datenbank, die themenorientierte, integrierte und zeitbezogene Informationen sammelt und sie in einer relationalen oder multidimensionalen Form speichert. Ziel ist es, dem Anwender eine unternehmensweite Datenbasis mit einer betriebswirtschaftlichen Sicht zur weitgehenden Analyse zur Verfügung zu stellen.

DVD: Abkürzung für Digital Versatile Disc oder Digital Video Disc. Sie soll die Audio-CD, die CD-ROM und die Videokassette ablösen. Die DVD sieht aus wie eine CD, bietet aber eine erheblich größere Speicherkapazität bis zu 17 Gigabyte. Erreicht wird dies mit der Verkleinerung der Spurweite und einem empfindlicheren Lesegerät. Damit passen komplette Spielfilme auf eine Silberscheibe.

E-Commerce: Der Handel über digitale Datennetze wie dem Internet. Man unterscheidet zwischen dem Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen (Business to Business) und dem Handel mit dem Endkunden (Business to Consumer).

EIS (Executive Information System): System für den Zugriff auf Unternehmensdaten, das Führungskräfte mit vordefinierten, detaillierten und verdichteten Informationen versorgt. Im Mittelpunkt steht die Präsentation von wenigen kritischen Erfolgsfaktoren in Form von Kennzahlen. EIS gelten als Vorläufer des Data Warehouse.

Emoticon: Ein Kunstwort aus Emotion und Icon, zu deutsch etwa Stimmungssymbol. Mit diesen Zeichen, die aus Interpunktionszeichen wie Komma oder Semikolon bestehen, kann man in E-Mails oder Chat- Räumen ausdrücken, wie eine Mitteilung zu verstehen ist. Die Zeichenkombination ;-) etwa zeigt ein auf der rechten Seite liegendes, zwinkerndes Gesicht und besagt, das die Mitteilung nicht ganz ernst zu nehmen ist.

Ethernet: Ein Protokoll, das die Datenübertragung in lokalen Netzwerken (LANs) regelt. Der Übertragungsstandard wurde 1976 von dem kalifornischen Konzern Xerox entwickelt.

Extranet: Netzwerk zwischen Unternehmen einer Branche, beispielsweise zwischen Hersteller und Händler von Lebensmitteln. Das Extranet arbeitet technisch wie das Internet. Unternehmensinterne Netze nennt man Intranet.

Firewall: Schutzsystem, um unerlaubte Zugriffe auf ein privates Datennetz zu verhindern. Alle ein- und ausgehenden Meldungen passieren die Firewall und werden dort entweder durchgelassen oder wegen fehlender Sicherheits-Nachweise abgeblockt.

Firewire: Ein von Apple entwickelter neuer Übertragungsstandard, der Daten in einer Geschwindigkeit bis zu 400 Millionen Bits pro Sekunde übermittelt. Eignet sich vor allem für Videoübertragung in Echtzeit. Andere Unternehmen vertreiben den Standard auch unter den Namen i.link oder Lynx. An einen Firewire-Anschluss können bis zu 63 externe Geräte angeschlossen werden.

Gnutella: (Ehemalige) Internet-Tauschbörse, die ähnlich wie Napster vor den Auseinandersetzungen mit der Musikindustrie funktionierte. Mit der Gnutella-Software verbinden sich die Teilnehmer allerdings direkt und ohne Umwege über einen zentralen Rechner miteinander, um Musik, Bilder oder ganze Filme zu tauschen (Achtung: hierzu ist die aktuelle Rechtsprechung zu beachten!).

Handheld-PC: (auch PDA: Persönliche Digitale Assistenten) sind Computer im Westentaschenformat. Anders als die üblichen Organizer verfügen sie über PC-Funktionen wie Büroprogramme.

HTML: Hypertext Markup Language, Sprache zur Darstellung von Seiten im Internet-Dienst World Wide Web. Sie legt die Anordnung von Text, Grafik und Bildern auf einer Web-Seite fest.

Internet: Weltweites Computernetzwerk mit einheitlichem Übertragungsprotokoll (TCP/IP). Wurde in den 70er Jahren in den USA zu militärischen Zwecken (ARPANET) entwickelt. Verbindet heute mehrere zehntausend lokale Computernetzwerke, über die mehr als 100 Millionen Benutzer erreicht werden können.

Java: Programmiersprache, die vom US-Computerhersteller Sun Microsystems entwickelt wurde. Java ist eine vergleichsweise einfache Sprache, die sich besonders für die Programmierung von Anwendungen im Internet - unabhängig von Betriebssystemen wie Windows oder Unix - eignet. Mit Java programmierte Anwendungen benötigen relativ wenig Speicherplatz und werden deshalb auch oft in mobilen Geräten eingesetzt.

Konvergenz: Das Zusammenwachsen von zwei oder mehreren Plattformen oder Technologien. Heute wird mit dem Schlagwort vor allem die Verschmelzung von PC und Fernsehgerät zu Web-TV und interaktivem Fernsehen bezeichnet.

Kryptographie: Verfahren zum Verschlüsseln elektronischer Post. Es macht die übermittelten Daten für Unbefugte unleserlich.

LAN: Local Area Network. Computer-Netzwerk, das auf räumlich begrenztem Gebiet sowohl über Kabelverbindung als auch über Funk verschiedene Computer und Peripheriegeräte verbindet.

Linux: Nichtkommerzielles Betriebssystem des finnischen Entwicklers Linus Torvalds. Tausende Entwickler rund um den Globus arbeiten an dem Projekt mit und stellen ihre Ergebnisse samt Quellcode und ohne Lizenzgebühr frei zur Verfügung.

Mac OS X: Neues Betriebssystem von Apple Macintosh, das im ersten Halbjahr 2001 in den Handel kommen soll.

MP3: Ein von Wissenschaftlern des Fraunhofer Instituts entwickeltes Komprimierungsverfahren für Audio-Dateien. Dabei werden überflüssige Signale nicht berücksichtigt und mehrfach vorkommende Sequenzen nur einmal gespeichert. Mit MP3 komprimierte Musikstücke lassen sich ohne hörbaren Qualitätsverlust in sehr kleinen digitalen Paketen über das Internet austauschen. MP3 ist das Kürzel für Moving Picture Experts Group audio layer 3.

Multimedia: Schlagwort, das die Verbindung von Textinformationen, Standbildern, Videofilmen und Ton beschreiben soll. Multimedia- Anwendungen erfordern leistungsfähige Hardware und geeignete Ein- und Ausgabegeräte (CD-ROM- oder DVD-Laufwerk, Farbdrucker etc.).

OLAP (Online Analytical Processing): Datenbankkonzept, das komplexe Geschäftsanalysen ermöglicht, die vom Endanwender in einer mehrdimensionalen Umgebung werkzeuggestützt vorgenommen werden können. Hierbei werden relationale oder "flache" Daten in einem für die Analyse optimierten Cube (Würfel) gespeichert, indem sie entlang von Dimensionen oder Achsen für unternehmensrelevante Größen gespeichert werden.

Open Source: Der Zertifizierungsstandard schreibt vor, dass der so genannte Quellcode eines Computerprogramms frei und kostenlos verfügbar ist. Dadurch kann eine große Gemeinde von Programmierern gemeinsam an einer Software arbeiten, sie verbessern und zusätzliche Software-Werkzeuge entwickeln. Das Betriebssystem Linux ist zum Beispiel eine Open-Source-Software. Microsoft verbietet dagegen den öffentlichen Zugriff auf den Quellcode seiner Software, um die Eigentumsrechte zu wahren.

PIN: Abkürzung für Personal Identification Number, Identifikationsnummer. Eine meist vierstellige Geheimzahl, die für den Zugang beim Home Banking oder die Nutzung von Geld- und Kreditkarten erforderlich ist. Auch Handys werden mit solchen PIN- Nummern gesichert.

Query Tools: Query-Tools dienen der Kommunikation des Endanwenders mit Datenbanken. Das Ergebnis einer Query können Datenbankinhalte oder auch Änderungen in der Datenbankstruktur sein. 

QuickTime: Software für das Abspielen von Musik und Videos auf Macintosh-Rechnern. Die Multimedia-Software wurde 1991 von Apple eingeführt

Real: Übertragungssoftware für Musik und Video im Internet. 1997 bot der Hersteller RealNetworks erstmals den RealPlayer im Internet an und verzeichnet bis heute nach eigenen Angaben über 170 Millionen Nutzer weltweit.

Reporting-Tools: Reporting-Tools bieten Methoden und Techniken der betrieblichen Berichtserstellung sowohl auf relationalen als auch auf multidimensionalen Datenbanken.

Server: Ein Computer oder ein Programm mit zentralen Aufgaben in einem Netzwerk. Ein E-Mail-Server sorgt beispielsweise für die Versendung und den Empfang von elektronischer Post.

SMS: Short Message Service. Kurznachrichtendienst bei Mobiltelefonen, bei dem bis zu 160 Zeichen übertragen werden können.

TCP/IP: Abkürzung für Transmission Control Protocol/Internet- Protocol. Technisches Übertragungsprotokoll des Internets.

UMTS: (Universal Mobile Telecommunications System) Übertragungsstandard, der die dritte Mobilfunk-Generation einleiten soll. Über UMTS lassen sich Sprache, Bild und Text-Daten mit einer Geschwindigkeit bis zu zwei Megabit pro Sekunde etwa auf ein Handy übermittelt. Die Übertragung ist bis zu 30 Mal schneller als ISDN und bis zu 200 Mal schneller als heutige WAP-Handys. In Deutschland soll der Standard 2002 zur Verfügung stehen.

Virus: Ein kleines Programm oder ein Programm-Code, der ohne das Wissen des Nutzers auf dessen Computer gelangt und ihn gegen seinen Willen beeinflusst. Die meisten Viren werden über das Internet oder über E-Mail-Programme wie Microsoft Outlook übertragen und nutzen das jeweilige Adressbuch für die massenhafte Verbreitung. Die meisten Viren werden von aktuellen Anti-Viren-Programmen abgefangen.

WAP: Das Wireless Application Protokoll (etwa: Protokoll für drahtlose Anwendungen) bringt speziell aufbereitete kurze Texte und einfache Grafiken aus dem Internet auf das Handy-Display. Damit kann der Nutzer beispielsweise seinen Kontostand per Mobiltelefon abfragen oder Kinokarten reservieren.

Windows: Das weltweit verbreitetste Betriebssytem von Microsoft, das in neuer Version künftig mit dem Namenszusatz XP ausgeliefert wird.

WML: Wireless Markup Language ist die Sprache für Internetseiten, die auf internetfähigen Handys abgerufen werden können.

WWW: zu deutsch «Weltweites Netz». Das World Wide Web ist der populärste Dienst im Internet und wird oft synonym mit dem Begriff Internet gebraucht. Es gilt als die grafische Oberfläche des Internet und bietet die Möglichkeit, über Adressen des Formats www.adresse.de Seiten mit Texten, Grafiken oder Videos aufzurufen.

XML: Abkürzung für Extensible Markup Language, eine neue Sprache für Seiten im World Wide Web. XML ist deutlich flexibler als das bisherige HTML und bietet Programmierern mehr Funktionen.

Yahoo: Eine der großen Suchmaschinen und Portale im Internet (http://www.yahoo.com)

Z3: Gilt als erster programmgesteuerter Rechenautomat und Vorläufer des modernen Computers. Der Z3 wurde 1941 von dem Deutschen Konrad Zuse im Auftrag der deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt in Berlin hergestellt.

 

Quellen:

TH Aachen: http://www.comnets.rwth-aachen.de

Technisches Online-Wörterbuch: http://webopedia.internet.com/

Computerwoche: http://www.computerwoche.de/index.html

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